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22.09.2017, 13:48 Uhr | RZ Kreis Neuwied vom Freitag, 22. September 2017, Ulf Steffenfauseweh
Einig: Wohnraum statt Industrie mitten in der Stadt
CDU-Kandidat hält an „Stadtumbau West“ fest - Ausreichend Flächen am Friedrichshof
Seit dem überraschenden Vorstoß von IHK und OB-Kandidat Ulrich Adams zum Rasselsteingelände ist die künftige Nutzung des Areals zu einem der zentralen Wahlkampfthemen geworden. Bürgermeister Jan Einig (CDU) macht in diesem Zusammenhang jetzt noch einmal deutlich, dass er am Konzept des „Stadtumbaus West“ festhält.
Statt mitten in der Stadt bekomme die Industrie am „Friedrichshof“ genug Flächen. „Die ersten Teilstücke stehen am Ende des Jahres zur Verfügung und damit viel schneller, als es auf dem Rasselsteingelände möglich wäre“, sagt er und betont: „Damit ist die Industrie da, wo sie hingehört. Außerhalb des städtischen Kerngebietes, aber mit exzellenter Verkehrsanbindung und der Option auf kurzfristige Erweiterung.“

Beim Rasselsteingelände habe man neben dem Hafen zwar einen Gleisanschluss, die Bahnstrecke verlaufe aber mitten durch die Stadt. Auch die Lkw müssten auf ihrem Weg zur Bundesstraße die ohnehin schon belastete Berggärtenstraße befahren. „Die Industrie hat hier Historie, aber die Gegebenheiten haben sich verändert. Heute ist das der falsche Standort“, ist Einig überzeugt. Dass es für eine industrielle Ansiedlung keinerlei Fördergelder aus Mainz geben würde, ist für ihn dabei nebensächlich. Vor allem findet er, dass den Bewohnern von Irlich, Niederbieber und dem Heddesdorfer Berg nicht zumutbar ist, dass der Wohnwert in ihren Stadteilen sinkt. „Wir wollen eine neue Attraktivität der Stadtteile und nehmen Lärm, Schmutz und Geruchsbelastung in Kauf?“, fragt er und gibt die Antwort gleich selbst: „Industrie im Kerngebiet hat mit moderner Stadtentwicklung nichts mehr zu tun.“

Er wundere sich außerdem, dass das Konzept seit Januar auf dem Tisch liege, das Thema aber ausgerechnet jetzt hochkoche. „Der Stadtrat hat die Frage intensiv diskutiert und das Konzept über alle Parteigrenzen hinweg einstimmig beschlossen“, hält er fest und verweist auf die „sehr aktive“ Bürgerbeteiligung. „Wir haben doch mit 120 bis 130 Leuten am Lokschuppen gesessen und diskutiert“, erinnert er. Für ihn steht zudem – auch aus eigener Erfahrung – fest, dass bezahlbarer Wohnraum dringend benötigt wird. „Hier kann und soll er für bis zu 2000 Menschen entstehen. Zentral mit Anbindung an die Innenstadt und nahe eines ökologisch aufgewerteten Gebiets am Hafenpark“, sagt er und weist darauf hin, dass gerade in diesem Teilstück eine andere Nutzung nicht möglich ist, weil es sich um ein nicht vom Deich geschütztes Überschwemmungsgebiet handelt.

Im nördlichen Teil, auf dem die heute teilweise noch genutzten Hallen stehen, solle dagegen Gewerbe und ein Technologiezentrum angesiedelt werden. Das könnten auch Verwaltungs- oder Fortbildungsgebäude von Unternehmen sein. „Potenziell also für viele Arbeitsplätze“, sagt er.

 
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