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25.09.2017, 10:53 Uhr | RZ Kreis Neuwied vom Montag, 25. September 2017 Ulf Steffenfauseweh
Einig vor Mang - Adams fliegt achtbar raus
Noch kein neuer Oberbürgermeister gefunden - Neuwieder werden in drei Wochen zur Stichwahl gerufen
Keine große Überraschung in Neuwied: Es gibt noch keinen neuen Oberbürgermeister. Wie bei vier Kandidaten von den meisten Beobachtern erwartet, erreichte keiner der Bewerber im ersten Wahlgang die absolute Mehrheit der abgegebenen Stimmen. Es kommt damit am Sonntag in drei Wochen zur Stichwahl.
Neuwied -
Von der Pole Position geht dann Bürgermeister Jan Einig (CDU) ins Rennen. Er legte – nachdem es lange ein Kopf-an-Kopf-Rennen gegeben hatte – vor allem gegen Ende der Auszählung bei den Briefwahlstimmen noch einmal zu und holte 38,65 Prozent. Damit war er gut fünf Punkte vor dem Beigeordneten Michael Mang (SPD), der auf 33,27 Prozent kam.

Einzelbewerber Ulrich Adams erreichte 22,50 Prozent und schnitt damit achtbar, aber auch etwas schwächer, als von einigen Insidern erwartet, ab. Paul Peter Baum (FDP) konnte sein Ergebnis der vorangegangenen OB-Wahl nicht halten und stürzte um mehr als die Hälfte auf 5,57 Prozent ab.

„Ein tolles Ergebnis“ zeigte sich Jan Einig im Gespräch mit der RZ sehr zufrieden und dankte seinen Wählern, vor allem seinen Unterstützern im Wahlkampf. „Meine Familie, besonders meine Frau, und auch viele Parteifreunde haben geschlossen hinter mir gestanden“, sagte er. Das erreichte Resultat beflügele und motiviere. „50 Prozent im ersten Wahlgang zu erwarten, wäre nicht realistisch gewesen. Wir werden jetzt alles daran setzen, auch in der Stichwahl vorn zu liegen“, versprach er. An seinen Themen habe sich dagegen nichts geändert. „Wir werden sie weiter verfolgen“, sagte er und zählte die Stärkung der Einkaufsstadt, der Stadtteile und die Ankurbelung der Wirtschaft als drei Punkte auf. Ähnlich zeigte sich CDU-Fraktionschef Martin Hahn „hochzufrieden, dass wir vorne liegen“. Das gebe „volle Motivation“ für die kommenden drei Wochen. „Wir werden uns von Haustür zu Haustür die Hacken ablaufen, um die Menschen zu überzeugen“, kündigte er an.

Alles andere als unzufrieden zeigte sich auch Michael Mang. „Das oberste Ziel war, mit einem guten Ergebnis in die Stichwahl zu kommen“, sagte er und ergänzte: „Ich sehe mich in Schlagweite.“ Denn Mang verwies auch auf die „schwierige Gemengelage“ bei der gestrigen Wahl mit „Gegenwind aus Berlin“ und Mitbewerber Ulrich Adams, der – auch wenn Mang das nicht aussprach – immerhin ein SPD-Parteibuch hat. „Bei den Adams- und Baum-Wählern sehe ich schon noch ein klares Potenzial und die Chance, diese Menschen zu überzeugen“, meinte er und verwies auf die Ergebnisse in einigen traditionellen roten Stadtteilen, in denen Adams stark abgeschnitten hat. Das galt nicht nur für dessen Heimatstadtteil Irlich, sondern auch für Segendorf und Rodenbach, wohin gegen die Ergebnisse des unabhängigen Einzelbewerbers in den schwarzen Stadtteilen wie Heimbach-Weis, Gladbach und Engers eher unterdurchschnittlich waren.

„Wir werden kämpfen“, versprach auch ein gut aufgelegter SPD-Fraktionschef Sven Lefkowitz, der für seinen Kandidaten ein „gutes Ergebnisunter schwierigen Rahmenbedingungen“ sah.

Im ersten Wahlgang raus, aber trotzdem nicht unzufrieden war Ulrich Adams. „Aus dem Stand 22,5 Prozent mit den Mitteln und Möglichkeiten, die mir zur Verfügung standen, ist o.k.“, sagte er am Rande der Wahlparty in seinem Weinhaus am Marktplatz. Und er hielt fest: „Ich hätte mir vielleicht ein bisschen mehr erhofft und ohne parallele Bundestagswahl wäre es das vielleicht auch geworden, aber es ist so ein vernünftiges Ergebnis“, fasste er zusammen. Vor allem sei er seinen Unterstützern dankbar. „Es war ein guter Wahlkampf und vielleicht war ich auch ein Dosenöffner für einen unabhängigen Kandidaten in acht Jahren“, meinte er. Eine Empfehlung wollte er seinen Wählern nicht mit auf dem Weg zur Stichwahl geben. „Das passt nicht. Ich hab in allen Lagern ,geräubert'“, wusste er.

Und Paul Peter Baum? Der schaute zwischendurch kurz im Rathaus vorbei, guckte nicht unglücklich, verschwand dann aber wieder ohne Kommentar.

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